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Es gibt einen berühmten Brief, den die einflussreiche Tänzerin und Choreografin Martha Graham (1894–1991) an ihre Freundin Agnes De Mille (1905–1993) schrieb, die ebenfalls eine feste Größe in der Tanzwelt des 20. Jahrhunderts war.
Dieser Brief fängt das Wesen der Kreativität perfekt ein und er lässt sich auch auf das Leben selbst übertragen. Und nicht zuletzt deshalb (ent)spricht der Inhalt auf ganz wunderbare Weise über die schöne Kunst von Jin Shin.
Hier der originale Wortlaut, wie er im Internet zu finden ist:
There is a vitality, a life-force, an energy, a quickening that is translated trough you into action and because there is only one of you in all of time, this expression is unique.
And if you block it, it will never exist through any other medium and be lost.
The world will not have it.
It is not our business to determine how good it is nor how valuable nor how it compares with other expressions.
It is your business to keep it yours clearly and directly, to keep the channel open.
You do not have to believe in yourself or your work.
You have to keep open and aware directly to the urges that motivate you.
Keep the channel open.
There is no satisfaction whatever, at any time.
There is only a queer divine dissatisfaction, a blessed unrest that keeps us marching and makes us more alive than the others.
Hier der Brief auf Deutsch:
Es gibt eine Vitalität, eine Lebenskraft, eine Energie, einen Impuls, der durch dich zur Wirklichkeit wird (in Handlung übersetzt wird) – und weil es dich nur ein einziges Mal in der gesamten Zeit gibt, ist dieser Ausdruck einzigartig.
Und wenn du diesen Ausdruck blockierst, wird er niemals durch einen Anderen (ein anderes Medium) existieren – und verloren gehen. Die Welt wird ihn nicht haben.
Es ist nicht unsere Aufgabe zu beurteilen, wie gut dieser Ausdruck ist, wie wertvoll, noch wie er sich mit anderen Ausdrucksformen vergleichen lässt.
Es ist deine Aufgabe, ihn klar und direkt als deinen eigenen Ausdruck zu bewahren und den Kanal offen zu halten. Du musst nicht an dich selbst oder an deine Arbeit glauben.
Du musst nur offen und aufmerksam bleiben für die Impulse, die dich antreiben.
Halte den Kanal offen.
Es gibt keinerlei Zufriedenheit – zu keiner Zeit.
Es gibt nur eine seltsame göttliche Unzufriedenheit, eine gesegnete Unruhe, die uns weitermarschieren lässt und uns lebendiger macht als die anderen.
Martha hat inspirierende Worte gefunden, die mich immer aufs Neue ermutigen zu SEIN - die zu sein die ich bin und die zu sein, die ich sein will!
Text: Monika
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